Entwicklung der Stadt bis heute

Sarlat, Hauptstadt des Schwarzperigords

Die nun folgenden ruhigeren Zeiten geben der Sarlat ihre Vorreiterrolle in der lokalen Wirtschaft zurück. Seine Messen und Märkte haben eine enorme Anziehungskraft auf die Menschen dieser Region.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts installieren sich verschiedene religiöse Orden in Sarlat, mit dem Ziel, die letzten Spuren der « Ketzerei» auszulöschen. Das Rathaus wird neu aufgebaut und die Stadt folgt so seiner Entwicklung von der Provinzstadt bis ihrer großen Modernisierung, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts begonnen hat.

 

Die mittelalterliche Stadt öffnet sich für die moderne Zeit

Die isolierte Lage von Sarlat in den Hügeln ist der Hauptgrund für die gebremste Wirtschaft. So wirs ab dem Jahre 1837 beschlossen, eine radikale Umwandlung durchzuführen: Die Stadt wird von einer „Departemental“-Straße durchzogen, der sogenannten „la Tracerse“. Sie soll zum Stolz der sarladaiser Bürger werden und Sarlat in die Moderne katapultieren.

Mitte des 20. Jahrhunderts wird das Theaterfestival gegründet, das landesweit bekannt ist. Das Stadtbild wird nach dem neuen Gesetz von Malraux umgestaltet und wird „Stadt der Kunst und der Geschichte“.

Jean Nouvel, Architekt von Weltrang, gestaltet die Kirche St. Marie in den „Marché couvert“ um und gibt ihr mit den überdimensionierten Flügeltüren aus mattem Metall eine moderne Anmutung, die perfekt mit dem historischen Altbau kontrastiert. Jean Nouvel, der 2008 dafür den Pritzker-Preis erhält, liebt es seit seiner Kindheit durch die Straßen Sarlats zu streifen. Hier sei es gewesen, wo er den das Bedürfnis verspürte, Architekt zu werden. Er hat viele Ideen und Vorhaben mit dieser Stadt, die er zu einer Mittelalterstadt des 21. Jahrhunderts machen will.