Sarlat im Mittelalter

Die Wahl der Benediktiner

In diesen finsteren Zeiten des Mittelalters flüchteten sich Mönche des Heiligen Benedits ins Tal der Cuze, um dort eine Abtei zu errichten. Der Legende nach soll diese im Laufe des 5. Jahrhunterts errichtet und von Clodwig eingeweiht worden sein. Der älteste Text dazu, wurde auf das 9te Jahrhundert zurückdatiert.

Im 12. Jahrhundert wurde die Stadt zu einem großen Pilgerzentrum. Das Kloster wird im romanischen Stil wiedererrichtet und ist von dieser Zeit an direkt der heiligen Kirche in Rom unterstellt während dessen daneben die Stadt wächst und seine eigene Verwaltung entwickelt.

Das Kloster wird im romanischen Stil wiederaufgebaut und untersteht nun direkt dem Heiligen Sitz in Rom während sich die Stadt direkt daneben seinerseits entwickelt.

Im Jahre 1147 drängen sich 4000 Menschen in der Stadt, um den Zisterzienserabt Bernard de Clairvaux zu empfangen, der durch die Stadt reist.  Die Laterne der Toten «  Lanterne des Morts » oder auch der St-Bernhards-Turm sollen als Denkmäler errichtet worden sein, um an das Brotwunder zu erinnern, das der heilige Bernhard vollbracht haben soll.

 

Sieg der Bürger

Das Stadtleben, das sich direkt neben der Reichen und mächtigen Abtei abspielte, erfährt den starken Einfluss des Abtes. Im 13. Jahrhundert organisieren sich 5000 bis 6000 Einwohner in einer aktiven Bürgerschaft.

Durch die Unterzeichnung des „Livre de la Paix“, des „Buch des Friedens“ im Jahre 1299 kann sich die Stadt aus der dominanten Religionsherrschaft befreien. Die Staatskräfte werden aufgeteilt.

 

Die Gründung eines Bistums im 14. Jahrhundert bestätigt noch einmal die religiöse Autorität im Südperigord (später Schwarzperigord genannt). Konsulen verwalten Sarlat und in dieser Zeit entstehen wundervolle Bauwerke aus Romanik, später Gotik und spiegeln die florierenden Zeiten dieser Kaufmannsstadt wider.

Das Marktrecht besteht bereits seit dem 12. Jahrhundert, so bestätigt es der Name, der der Stadtkirche zu dieser Zeit gegeben wurde, nämlich „église Sainte Marie du Mercadil“ (Kirche zur heiligen Marie des Marktes).

 

Der Hundertjährige Krieg

Die Gegend um Sarlat leidet unter den unwirtlichen Zeiten des englischen Krieges, der 1337 beginnt. Engländer und Franzosen streiten sich um das Land und stehen sich in regelmäßigen Abständen an den Ufern der Dordogne im Kampf gegenüber.

Sarlat bleibt dem französischen Köngigshaus treu. Die Schlacht im Jahre 1453 macht dem Konflikt schliesslich ein Ende und vertreibt  die Engländer aus Frankreich. Den Frieden endlich wieder gefunden, errichtet und restauriert das Land seine Wirtschaft.